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Brot gehört bei vielen Menschen zur täglichen Ernährung dazu. Einige fragen sich mittlerweile, ob Brot wirklich so ungesund ist und ob es gesunde Brotsorten gibt, die leichter verdaulich sind. In diesem Beitrag erfährst Du alles über die schädlichen Bestandteile im Getreide und wie Du diese am besten meidest.

Einige Menschen leiden mittlerweile an verschiedenen Unverträglichkeiten gegenüber den Inhaltsstoffen von Getreide. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Glutenunverträglichkeit. Aber auch Menschen ohne erkannte Unverträglichkeit haben nach dem Verzehr von Brot Probleme mit der Verdauung. Das sind die vier Hauptursachen dafür:

1. Gluten

Gluten ist in der Regel in jedem klassischen Getreide enthalten. Der größte Anteil findet sich im Weizen mit einem bis zu fünfzig prozentigem Anteil. Dieser Anteil ist höher als jemals zuvor, da das Getreide zur leichten Weiterverarbeitung hochgezüchtet wurde. Besonders im Vergleich zu anderen Getreidesorten, die teilweise einen Glutenanteil von nur einem bis zwei Prozent haben, ist der Anteil im Weizen enorm.

In der Regel nehmen die meisten Menschen über den Tag verteilt in jeder Mahlzeit Getreide zu sich. Ob beim Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Sogar Snacks zwischendurch sind häufig getreidehaltig. Auf diese Überbelastung an Gluten reagiert der Körper mit einer entzündeten Darmwand. Er ist zwar in der Lage, Gluten zu verarbeiten, allerdings nur Maßen. Durch die entzündete Darmwand können Antikörperreaktionen gegen das Gluten entstehen. Diese Antikörper schwimmen im ganzen Körper herum und passen zufälligerweise auf bestimmte, andere Körperteile wie Proteine in der Schilddrüse oder Rezeptoren in der Gelenkhaut. Dadurch kann es schlimmstenfalls zu Autoimmunerkrankungen kommen.

Falls Du unter körperlichen Symptomen leidest oder einfach gesünder leben möchtest, solltest Du auf Weizen verzichten und auf gesündere Getreidesorten zurückgreifen. Dazu gehört beispielsweise Dinkel. Ein sechs- bis achtwöchiger Verzicht auf getreidehaltige Lebensmittel kann dem Körper bei der Regeneration helfen. Anschließend können Getreidesorten individuell auf ihre Verträglichkeit ausgetestet werden.

2. ATI (Amylase Trypsin Inhibitors)

ATI bezeichnet Schutzstoffe, die dem Getreide helfen, nicht von Fressschädlingen gefressen zu werden. Diese Schutzstoffe verhindern die Verdauung von Stärke und sorgen dafür, dass ein Insekt das Korn nicht fressen kann. In Deinem Körper verhindern diese Stoffe allerdings auch die Verdauung von Kohlenhydraten. Die Folge: Unverdaute Stärke landet weiter hinten im Darm und nährt dort Strukturen und Mikroorganismen, die gar nicht genährt werden sollten. Dies führt wiederum zu Darmproblemen wie Fehlbesiedlungen im Darm, Blähungen und einigen weiteren Symptomen.

Der ATI-Gehalt in vielen Getreidesorten ist ebenfalls durch die Hochzüchtung enorm angestiegen. Besonders vermeiden solltest Du Weizen. Zu den ATI-armen Getreidesorten gehören Dinkel und Roggen. Besonders verträglich ist gekeimtes Getreide, da durch das Keimen die Schutzstoffe verschwinden. Über den Keimprozess ist es sogar möglich, ein völlig ATI-freies Getreide zu erhalten. Ähnlich ist es beim Sauerteig, den Du sauer vergären lässt.

3. FODMAPS (fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols)

FODMAPS sind Kohlenhydrate und Zuckerverbindungen, die nur schwer vom Dünndarm aufgenommen werden. Bei einem Überfluss im Körper werden falsche Strukturen im Darm genährt und verursachen Symptome wie Bauchweh, Blähungen und einige weitere. Zur Reduzierung von FODMAPS eignet sich besonders das Fermentieren, also das saure Vergären oder Keimen, sehr gut. Der FODMAP-Anteil ist im Roggen am höchsten und im Weizen ebenfalls sehr hoch.

Da Getreide grundsätzlich etwas Wertvolles ist, solltest Du auf FODMAP-arme Getreidesorten zurückgreifen. Besonders eignet sich dazu Dinkel, aber auch Emmer. Das beste und gesündeste Brot erhälst Du natürlich, wenn Du es selber backst. Nutze dazu möglichst eine Mischung aus gekeimtem Dinkel und Dinkelmehl in Bioqualität und lasse diese sauer vergären. Im Internet findest Du dazu einige Rezepte.

4, Vollkornbrot gegenüber Weißmehlbrot

Grundsätzlich ist Vollkorn gesünder, allerdings nur, wenn es vor der Verarbeitung keimen konnte. Alle Mineralien des Getreides befinden sich in der Kornhülle und wandern erst durch den Keimungsprozess ins Innere des Korns. Dann ist das Getreide verdaulich. Andernfalls landen schwer verdauliche Stoffe im Darm und verursachen dort Probleme.

Wie Du siehst, gibt es gute Alternativen und Möglichkeiten, Brot zu genießen. Mache Dir bewusst, dass ungesundes Getreide wie Weizen den Darm belasten und Dein Wohlbefinden enorm beeinträchtigen können. Dennoch kann Brot durchaus gesund und nahrhaft sein, solange das Getreide bewusst ausgewählt und verarbeitet wird.

3 Kommentare
  1. Schick-Fritz Irmgard
    Schick-Fritz Irmgard sagte:

    Lieber Matthias hiermit möchte ich mich sehr herzlich für diese Beiträge bedanken, die du/ihr mir sendest. sie sind sehr interessant. auch wenn ich nicht jedesmal einen Kommentar absende, lese ich sie mit großem Interesse. und entdecke doch immer wieder was Neues.
    Dir und deinen Lieben wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr alles Gute, viel Gesundheit und GOTTES Segen. Herzlich Irmgard

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