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Diabetes ist eine Volkskrankheit, unter der in der heutigen Zeit sehr viele Menschen leiden. Besonders in den industriellen Staaten häufen sich die Erkrankungen deutlich. Es liegt der Verdacht nahe, dass der industrielle Lebensstil der Menschen für die Erkrankungen an Diabetes verantwortlich sein könnte.

Die unterschiedlichen Formen von Diabetes 

Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Beim sogenannten Typ-1-Diabetes stellt die Bauchspeicheldrüse kein körpereigenes Insulin mehr her, sodass Insulin verabreicht werden muss. Es besteht also eine Insulinpflicht. Dieser Typ ist in der Regel angeboren.

Beim Typ-2-Diabetes hingegen wird ausreichend Insulin vom Körper hergestellt, allerdings nehmen die Körperzellen dieses nicht mehr an. Es handelt sich bei diesem Typ um eine erworbene Diabetes. Die Krankheit ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich im Laufe der Lebenszeit. Heutzutage gibt es immer mehr Kinder, die bereits in einem Alter von unter zehn Jahren an Diabetes leiden. Die USA sind nach der Anzahl der Krankheitsfälle eindeutiger Vorreiter, nichts desto trotz besteht dieses Problem auch schon in Deutschland und weiteren europäischen Staaten. Doch wie entsteht die Typ-2-Diabetes?

Entstehung und Symptome bei Typ-2-Diabetes

Um an Diabetes zu erkranken, muss man nicht unbedingt adipös beziehungsweise kräftig sein. Übergewicht ist zwar ein begünstigender Faktor für die Entstehung der Krankheit, allerdings ist es ebenso möglich, dass die Diabetes mit einem schlanken Körperbau entwickelt wird und sich durch die Krankheit ein Übergewicht einstellt. Die folgenden Symptome können Hinweise auf die Erkrankung geben:

– Müdigkeit nach dem Essen oder chronische Müdigkeit, geistig als auch muskulär, über den ganzen Tag hinweg durch Zuckermangel in den Zellen.
– Großer Durst: Der Körper versucht das Blut wieder in Ordnung zu bringen, da sich durch die Resistenz der Insulinrezeptoren zu viel Zucker im Blut befindet.
– Heißhunger auf Zucker: Da die Zellen keine Glukose erhalten, entsteht weiterhin der Befehl, dass der Körper diese benötigt. Das Gehirn gibt die Information ans Appetitzentrum weiter, sodass der Hunger auf Zucker entsteht. Das Blut wird durch diesen Vorgang immer süßer. Im schlimmsten Fall kann diese Situation zum hyperglykämischem Koma führen, wenn der Zuckerkonsum immer weiter fortgeführt wird.

Lösungsansatz der Schulmedizin

In der schulmedizinischen Behandlung werden Stoffe wie Metformin gegeben, welche die Insulinresistenzen an den Zellen umgehen, verhindern oder verbessern. Eine lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten entsteht. 

Außerdem wird häufig weiteres Insulin verabreicht, was den Typ-2-Diabetiker zusätzlich insulinabhängig macht, sodass dieser in die Typ-1-Diabetes hineinrutscht. 

Die wahren Ursachen der Krankheit

Eine weit verbreitete Meinung besagt, dass ein übermäßiger Zuckerkonsum dazu führt, dass die Rezeptoren, die sich an den Zellen befinden, übersättigt werden und sich deshalb zurückziehen. Dieser Ansatz ist generell nicht falsch, muss aber unbedingt ergänzt werden. 

Dr. Neal Barnard, ein amerikanischer Arzt, hat eine völlig andere Denkweise entwickelt, warum Diabetes eigentlich entsteht. Schuld daran, dass Zucker nicht mehr zusammen mit dem Insulin in die Zelle transportiert wird, ist die Tatsache, dass der Insulinrezeptor mit Fett verstopft ist. Das bedeutet, dass der Verzehr von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Eiern, aber auch isolierten pflanzlichen Ölen wie Kokosöl, Olivenöl, Leinöl, Kürbiskernöl und vielen weiteren Schuld an der Erkrankung sind. All diese Lebensmittel sorgen dafür, dass die Zellen mit einem leichten Ölfilm benetzt werden und den Insulinrezeptor verstopfen. 

Bedeutung für Betroffene

Jeder Typ-2-Diabetiker sollte den Versuch starten, komplett auf tierische Lebensmittel und pflanzliche Fette und Öle zu verzichten. Natürlich benötigt der Körper dennoch Fette, diese sollten jedoch direkt über die Pflanzen aufgenommen werden. Dazu eignen sich beispielsweise Oliven, Avocados, geschrotete Leinsamen und Chiasamen. Diese Lebensmittel enthalten auch alle Nährstoffe, welche zu einer guten Absorption der Fette beitragen.

Wenn die Fette weggelassen werden, zeigen sich erstaunliche Wirkungen. Der Langzeit-, sowie der Blutzuckerspiegel sinken und die Symptome der Diabetes verschwinden.

Schnell verbrennende Kohlenhydrate wie Weißmehl, Toastbrot, Nudeln, Süßigkeiten und Schokolade sowie Obst sind jedoch weiterhin zu meiden, solange eine Insulinresistenz besteht. Diese Lebensmittel sind weiterhin gefährlich. Sobald die Rezeptoren wieder frei sind ist es aber möglich, dass die etwas höher glykämischen Lebensmittel wieder gut vertragen werden. 

Grundsätzlich sollte auf industriellen Zucker verzichtet und nur natürlicher Zucker verwendet werden. Besonders gut eignen sich Dattelzucker, Honig oder Xylit. Weitere bekannte Süßungsmittel sind Agavensirup sowie Ahornsirup. Bei diesen ist Vorsicht geboten, da sie sehr viel Fruktose enthalten und durch den Verzehr eine Fruktoseunverträglichkeit entstehen kann.

Diabetes kann weiterhin durch Bewegung und Sport positiv beeinflusst werden. Die Verbrennung in den Zellen sorgt dafür, dass auch mehr Zucker verbrannt wird. Das bringt jedoch nur etwas, wenn keine tierischen Lebensmittel und Fette verzehrt werden. In einem solchen Fall benötigt die Zelle mehr Energie und die Zelle verhungert durch den Sport noch mehr. 

Das Buch von Dr. Barnard “Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes” enthält zu diesem Thema einige hilfreiche Tipps und kann Dich beim Kampf gegen die Krankheit unterstützen.

Medizinischer Haftungsausschluss
Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! DiePraxisFamily Lld. und die Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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