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Bei Nackenverspannungen wird verständlicherweise häufig an die Halswirbelsäule gedacht. Die Halswirbelsäule kann allerdings für viele andere Probleme die Ursache sein, wo der Zusammenhang nicht so intuitiv naheliegend ist. Dazu gehören Schwächegefühl, Müdigkeit, Entzündungen im Körper, mangelnde Stressresistenz, Blutarmut oder Verspannungen im ganzen Körper und nicht bloß im Nackenbereich.
 
Das Hauptproblem der Halswirbelsäule ist ihre Überbeweglichkeit. Wenn sich die kleinen Wirbelkörper zu stark bewegen, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Der Grund ist, dass die Wirbelkörper selbst oder der Zapfen des zweiten Wirbels bei zu starker Bewegung Druck auf Nerven oder Blutgefäße ausüben. Diesen Druck nimmst du üblicherweise selbst nicht wahr und es entstehen keine Schmerzen. Der Körper reagiert dennoch mit der Produktion von Histamin und Stickstoffmonoxid.
 
Histamin lässt Gewebe anschwellen. Dies dient dem Körper als Schutzmechanismus gegenüber einem Angriff. Eine Überproduktion kann allerdings zum Anschwellen des Gehirns führen. Diese schmerzhafte Schwellung kennen wir als Migräne. Bei häufiger Migräne kann also  Überbeweglichkeit der Halswirbelsäule die Ursache sein.
 
Stickstoffmonoxid führt vor allem zu zwei Problemen. Es verhindert zum einen den ordnungsgemäßen Sauerstoffwechsel in der Zelle und führt so zur Einschränkung ihrer Aktivität. Zum zweiten wird zur Neutralisierung von Stickstoffmonoxid Vitamin B12 benötigt, wodurch ein Mangel resultieren kann.
 
Vitamin B12 zur Unterstützung
Bei der Kompensation eines B12-Mangels durch Vitaminsupplementation solltest du darauf achten, dass das Vitamin in Form von Methylcobalamin oder Adenosylcobalamin eingenommen wird. In diesen beiden Formen geht B12 direkt in den Blutkreislauf über, ohne dass es verstoffwechselt werden muss und lediglich ein kleiner Rest am Ende des Dünndarms aufgenommen werden kann. Die Einnahme funktioniert problemlos über Lutschtabletten. Der Bedarf kann im Fall einer überbeweglichen Halswirbelsäule aber bis zu vier Mal täglich 2000 Einheiten betragen.
 
Ursachen für eine überbewegliche Halswirbelsäule können angeboren oder erworben sein. Im Falle eines Kaiserschnitts oder einer Zangengeburt entsteht durch zu starken Zug am Kopf unter Umständen bereits eine Überdehnung der Halswirbelsäule. Unfälle und weitere Belastungen der Halswirbelsäule im späteren Verlauf können ebenfalls zur Überbeweglichkeit führen.
 
Als Lösung bietet sich die bereits erwähnte Gabe von B12 an. Bis die Ursache behoben wurde, können so die negativen Folgen der überbeweglichen Halswirbelsäule teilweise kompensiert werden.
 
Verbesserung des Schlafplatzes
Ein zweiter Ansatz ist die Verbesserung des Schlafplatzes. Hat das Kopfkissen eine suboptimale Höhe oder schläft man auf dem Bauch, kann so aufgrund einer unvorteilhaften Kopfposition eine permanente Belastung auf die Halswirbelsäule einwirken. Ein gutes Kopfkissen und der seitliche Schlaf oder Schlaf in Rückenlage sind also wichtig. Besonders wenn die Beschwerden direkt nach dem Aufwachen am schlimmsten sind, deutet alles auf diese Ursache hin.
 
Hilfreiche Methoden 
Es ist ebenfalls möglich, dass eine Stärkung der Halswirbelsäule erforderlich ist. Erfahrungsgemäß ist die Cantienica-Methode (www.cantienica.com) eine besonders effektive und schonende Art, dieses Ziel zu erreichen. Abseits davon ist auch die Methode von Liebscher und Bracht (https://die-praxis-bamberg.de/methoden/lnb-schmerztherapie/) als sehr hilfreich anzusehen.
 
Um die Beschwerden zu minimieren, ist es wichtig, abseits der Halswirbelsäule weiteren oxidativen Stress zu verhindern. Typische Stressoren sind hier Amalgamplomben, Rauchen oder zu hoher Alkoholkonsum. Außerdem kann dem Körper mit der Zugabe von Mineralstoffen und der richtigen Ernährung geholfen werden, seiner gesunden Funktion wieder besser nachzugehen.
 
Im Alltag ist auch die Haltung entscheidend. Je nachdem, ob beim Schauen nach oben oder unten zu viel Belastung auf die Halswirbelsäule wirkt, sollte diese Bewegung im Alltag aufmerksam begrenzt werden. Das Schauen nach unten für zu lange Zeit ist oft beim Lesen oder dem Arbeiten am Laptop ein Problem und überstreckt die Halswirbel. Das Schauen nach oben entsteht eher indirekt. Durch eine mangelhafte, nach vorn eingesackte Körperhaltung, liegt der Kopf im Nacken, obwohl lediglich gerade nach vorne geschaut wird. Es sollte also auf eine stets aufrechte Körperhaltung geachtet werden.
 
Mit einigen einfachen Änderungen kannst du also sehr viel gegen Beschwerden tun, für die die Halswirbelsäule verantwortlich ist.

 

 

Medizinischer Haftungsausschluss:
Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! DiePraxisFamily Lld. und die Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

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