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Es gibt gute Gründe, Zucker in der täglichen Ernährung zu vermeiden. Manche Zuckerersatzstoffe machen es allerdings nicht besser: Zu den gefährlichsten gehört Aspartam. Hier erfährst du, warum es so wichtig ist, diesen Inhaltsstoff von deinem täglichen Speiseplan zu streichen. Aber Achtung, er versteckt sich in mehr Produkten, als es zunächst den Anschein hat.

Was ist Aspartam?

Bei Aspartam handelt es sich um einen seit 1965 zugelassenen Zuckeraustauschstoff. Die Herstellung von Aspartam geht auf eine Tochterfirma des vielfach in der Kritik stehenden Konzerns Monsanto zurück. In Speisen, Snacks, Süßigkeiten und Getränken findet der Süßstoff Verwendung, um anstelle von Zucker für einen angenehm süßen Geschmack zu sorgen. Vor allem sogenannten “Light”- und “Zero”-Produkten ist der bedenkliche Süßmacher sehr häufig zugesetzt. Wann immer Leckereien wie Limonade oder Bonbons ohne Zucker auskommen, kann darin Aspartam enthalten sein. Ganz besonders bei handelsüblichen Kaugummis befindet sich nahezu immer Aspartam unter den Inhaltsstoffen.

Weitere Namen, unter denen Aspartam auf der Produktverpackung auftauchen kann, sind so klangvolle Schöpfungen wie Nutrasweet sowie Canderel oder ganz schlicht E 951.

Mögliche Symptome nach Aspartam-Konsum

Den menschlichen Organismus stellt der Süßstoff auf eine echte Belastungsprobe. So kann der Verzehr aspartamhaltiger Lebensmittel vielseitige Symptome auslösen. Dazu gehören psychische wie auch körperliche Leiden von teils gravierenden Ausmaßen. Folgende Gesundheitsprobleme können mit Aspartam-Konsum in Verbindung stehen:

– Angstzustände
– chronische Müdigkeit
– Brennende Augen
– Augenprobleme
– Migräne
– Schwindel
– Tinnitus
– Zittern
– Arthrose
– Asthmatische Reaktionen
– Juckreiz und weitere Hautirritationen
– Haarausfall
– Unterleibsschmerzen
– Menstruationsbeschwerden
– Schmerzen beim Urinieren
– Impotenz
– Durchblutungsstörungen
– Gewichtszunahme
– Schwankungen des Blutzuckerspiegels

Ursachen für die negativen Auswirkungen von Aspartam

Wenn Aspartam vom Körper aufgenommen wird, zerfällt der Süßstoff in seine drei Bausteine. Dabei handelt es sich um:

1. Phenylalanin
2. Asparaginsäure
3. Methanol

Mit allen der drei genannten Stoffe bekommt der Körper Probleme, wenn er sie in zu hohen Mengen (oder auch zu regelmäßig) verarbeiten muss.

Phenylalanin
Wird Phenylalanin im Übermaß aufgenommen, sammelt es sich im Gehirn an. Dort kann es dafür sorgen, dass Kopfschmerzen, Gedächtnisverlust oder Stimmungsschwankungen auftreten. Im schlimmsten Fall können sogar Depressionen oder Schizophrenie aus einer zu hohen Zufuhr an Phenylalanin hervorgehen. Wie so oft macht die Dosis das Gift. Denn grundsätzlich handelt es sich bei dem Stoff um eine harmlose körpereigene Aminosäure, die in geringer Menge durchaus wichtig und richtig am Platz ist.

Asparaginsäure
Asparaginsäure wird dann bedenklich, wenn sie im Körper die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Vor allem bei Kindern ist das leicht der Fall, da hier die Blut-Hirn-Schranke noch nicht voll geschlossen ist. Auch der Einfluss der mittlerweile allgegenwärtigen elektromagnetischen Felder wie W-LAN oder Mobilfunk erhöht die Durchlässigkeit. Bei fast allen Menschen funktioniert die Blut-Hirn-Schranke deshalb heutzutage nicht mehr richtig, wie Studien belegen. Gelangt Asparaginsäure auf diesem Wege ins Gehirn, kann sie die Nervenzellen zerstören. So wird deren vorhandene Anzahl schrittweise verringert. Dazu ist wichtig zu wissen: Jeder Mensch ist von Geburt an nur mit einer feststehenden Zahl an Nervenzellen ausgestattet. Verlieren wir sie, sind sie unwiederbringlich weg. Das einzige, das sich im Zuge des Wachstums vermehren kann, sind die Verbindungen der Nervenzellen, die sogenannten Synapsen. Der Verlust wichtiger Nervenzellen geht mit weitreichenden Folgen wie Alzheimer, Gedächtnisverlust, Demenz, Parkinson, Multiple-Sklerose oder anderen schweren Nervenkrankheiten einher.

Methanol
Der Organismus spaltet Methanol weiter auf, und zwar in Ameisensäure und Formaldehyd! Schon geringe Ausdünstungen von Formaldehyd werden etwa in der Möbelindustrie oder auch im Kosmetikbereich äußerst kritisch betrachtet. Aufgrund ihrer schädigenden Wirkung müssen sie möglichst gering gehalten werden. Allerdings ist die Menge an Formaldehyd aus regelmäßigem Aspartam-Konsum deutlich höher als das, was die genannten Erzeugnisse ausdünsten könnten. Auch Formaldehyd wirkt im Gehirn. Augenprobleme wie verschwommenes Sehen oder eine Einengung des Gesichtsfeldes können dadurch ausgelöst werden, ebenso wie Kopfschmerzen und Schwindel. Was jedoch besonders gravierend ist: Formaldehyd im Körper kann die Netzhaut zerstören und damit zu Erblindung führen.

Wichtig bei Diabetes und Aspartam
Insbesondere für Diabetiker ergibt sich aus der Formaldehyd-Abspaltung ein großes Problem. Schließlich greifen genau diese Menschen zu den typischen “Light”-Produkten, um den Verzehr von Zucker zu umgehen. Zudem ist die Netzhaut von Diabetikern ohnehin schon gefährdet. Kommt dann noch der Einfluss von Aspartam hinzu, erhöht sich das Risiko für bleibende Schädigungen deutlich. Es ist unbedingt Vorsicht geboten.

Richtiger Umgang: Aspartam gezielt vermeiden

Natürlich wird der eine oder andere Kaugummi oder ein sonstiger vereinzelter Verzehr aspartamhaltiger Lebensmittel keine sofortigen Schäden bei Dir verursachen. Der entscheidende Faktor liegt im regelmäßigen Konsum sowie in der Aufnahme hoher Mengen des problematischen Zuckerersatzstoffes. Deshalb ist es äußerst wichtig, die Angaben zu den Inhaltsstoffen auf den Verpackungen genau zu lesen. Grundsätzlich gilt es, einen Bogen um alles zu machen, dessen Etikett von “Light” oder “Zero” oder auch “Diät” spricht, es sei denn, die Zutatenliste gibt Entwarnung. Gute Ersatzstoffe sowohl für schädlichen Zucker als auch für das gefährliche Aspartam sind Xylit (Birkenzucker), Stevia, Dattelsüße sowie Erythritol. Wie du siehst, gibt es zahlreiche unbedenkliche Alternativen, sodass das süße Essen nicht zur bitteren Wahrheit werden muss.
 

 

Medizinischer Haftungsausschluss:
Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! DiePraxisFamily Lld. und die Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

2 Kommentare
  1. Teresa
    Teresa sagte:

    “Jeder Mensch ist von Geburt an nur mit einer feststehenden Zahl an Nervenzellen ausgestattet. Verlieren wir sie, sind sie unwiederbringlich weg.”. Da muss ich widersprechen. Neuere Forschungen zeigen, dass in bestimmten Hirnarealen Nervenzellen entstehen (Neurogenese), migrieren, und im neuronalen Netzwerk integriert werden. Dies hat u.a. eine Studie an krebskranken Menschen gezeigt die einen radioaktiven Marker erhielten und einige Zeit darauf aufgrund ihrer Erkrankung verstarben. Die neuen Gehirnzellen waren radioaktiv markiert und konnten so bei der Untersuchung des Gehirns eindeutig identifiziert werden. Den Namen des Forschers weiß ich leider nicht mehr. Interessant auch: im Mäusemodell fördern geringe Mengen an Ethanol und eine bestimmte Ernährungsweise die Neurogenese. Vielleicht also auch beim Menschen?
    Hier gibt’s z.B. ein Paper zum Thema adulte Neurogenese:
    http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0008809
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Matthias
      Matthias sagte:

      Danke Teresa für diesen guten Kommentar. Man lernt nie aus 🙂 Das sind ja gute Ergebnisse die Hoffnung machen 🙂 LG Matthias

      Antworten

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