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Im Frühling beginnt bei vielen Menschen der Heuschnupfen, eine Pollen- oder Gräserallergie. Die Symptome sind lästig und stellen auf lange Sicht ein Risiko für die Gesundheit dar. Bei Betroffenen stellt sich deshalb immer wieder die Frage, was dagegen hilft. Das und weitere spannende Fakten, erfährst Du in diesem Beitrag.



Die Allergie im Allgemeinen

Bei einer Allergie geht es stets darum, rauszufinden, was im Körper vorgeht. Die Pollen, auf die der Körper reagiert, sind kleine Eiweißstoffe, also Proteine. Wenn diese Proteine auf die Schleimhaut und ins Lymphsystem gelangen, reagiert der Körper unter Umständen negativ darauf. Das Immunsystem prüft und scannt die Stoffe darauf, ob diese körpereigen oder körperfremd sind. In der Regel, wenn nicht zu viele Pollen in den Körper gelangen, werden diese ohne große Reaktion vom Immunsystem beseitigt. Bei Allergikern hingegen zeigt das Immunsystem eine Überreaktion auf verschiedene Stoffe.

Wenn Pollen in den Körper gelangen, reagiert das Immunsystem zunächst, indem es mit dem Th2 System, also bestimmten Lymphozyten, Interleukine herstellt. Diese Interleukine sind Entzündungsstoffe, die dann wiederum Reaktionen im Körper hervorrufen. Die sogenannten Mastzellen schütten Histamin aus und es kommt zum Anschwellen verschiedener Gewebe, außerdem läuft und kribbelt häufig die Nase.

Probleme im Körper

Häufig besteht im Körper ein Ungleichgewicht zwischen den Stoffen Th1 und Th2. Th1 beschreibt das System, welches Antikörper gegen Viren bildet, sogenannte IGGs. Th2 ist eher verantwortlich für die IGEs, welche bei der Entstehung einer Allergie eine große Rolle spielen. Häufig ist Th2 zu stark und Th1 zu schwach. Die T-Zellen regulieren die beiden Systeme, sind jedoch häufig aufgrund eines Vitamin D Mangels zu schwach. Wenn der Körper mit ausreichend Vitamin D versorgt wird, ist der Aufpasser zwischen diesen beiden Immunfaktoren gegeben und sorgt für eine Balance. Außerdem ist Th1 zu stärken, damit Th2 automatisch schwächer wird. Die beiden Systeme beeinflussen sich gegenseitig.

Die Reaktion vom Darm spielt beim Heuschnupfen die größte Rolle. Die Darmschleimhaut ist hauptverantwortlich für Allergien in den oberen Atemwegen. Daher sollte der Therapieansatz genau dort erfolgen.

Therapiemethoden

Für das dauerhafte Loswerden von Allergien ist es wichtig, die Darmschleimhaut vor Lebensmitteln zu schützen, die diese unnötig reizen. Diese Lebensmittel verursachen häufig eine leise Entzündung des Darms, sodass dort ständig Zytokine entstehen und sich die Verbindungen der Darmzellen lockern und öffnen. Es kann ein durchlässiger Darm entstehen.

Bei einem durchlässigen Darm gelangen viele Stoffe ins Lymphsystem, die dort nicht hingehören. Als Folge davon reagiert das Immunsystem verstärkt auf eigentlich harmlose Stoffe. Es gibt zwei Hauptgruppen von Lebensmitteln, die diese Probleme verursachen. Dazu gehören Tiermilchprodukte wie Joghurt, Butter, oder Quark von Kühen, Ziegen, oder Schafen, wobei die 
Kuhmilchprodukte die schlimmsten darstellen. Diese sollten komplett gemieden werden, um den Darm nicht zu reizen. Laktose hat dabei nichts mit der Allergieentwicklung zu tun, lediglich das Protein in den Produkten führt zu Problemen im Darm und im Lymphsystem. Das Milchprotein in den Produkten enthält Immunfaktoren der Mutter. Da ein Säugling noch kein eigenes herstellendes Immunsystem hat, benötigt er die Immunfaktoren der Mutter. Deswegen lässt der Körper die Milchproteine ins Lymphsystem rein. Wenn dieser Vorgang bei einem Erwachsenen erfolgt, muss das Immunsystem diese Milchmoleküle scannen und erkennt: Es ist ein falsches Protein, das bekämpft werden muss.

Die zweite Hauptgruppe von Lebensmitteln sind die Gluten haltigen Lebensmittel. Gluten, insbesondere Weizen, ist ein großes Problem für den Darm. Die meisten Menschen, die eine Weizenunverträglichkeit entwickelt haben, vertragen vorerst auch keine anderen Gluten haltigen Getreidesorten wie Roggen oder Dinkel. Außerdem enthält Getreide sogenannte Fodmaps, also Zuckerstoffe, die ebenfalls eine Entzündung im Darm hervorrufen und somit zu Allergien führen können.

Zur erfolgreichen Behandlung einer Allergie gehört das Meiden der beiden Lebensmittelgruppen. Es kommt dabei in der Regel zu einer zeitversetzten Reaktion. Wenn Du in der akuten Phase der Allergie, beispielsweise im Frühjahr, Deine Ernährung umstellst, kann sich zeitnah eine leichte Verbesserung der Symptome einstellen. Allerdings wird erst im Folgejahr eine deutliche Besserung eintreten.

Auch das Zuführen von Vitamin D als Präparat kann bei einem Mangel, welcher sich über den Blutwert testen lässt, hilfreich sein.
Begleitend ist es wichtig, das Th1 System zu aktivieren. Dafür eignen sich bestimmte Lebensmittel, sowie Nahrungsergänzungsmittel. Heilpilze, Zitronenmelisse (als Tee), Granatapfel und Süßholzwurzelextrakt eignen sich besonders gut zur Aktivierung. Echinacea, sowie das homöopathische Komplexmittel Alvent von Weber und Weber stellen die Balance zwischen den Systemen Th1 und Th2 wieder her.

Im Akut Fall kann Cetirizin, ein Antihistaminikum, welches auf die Mastzellen wirkt, sodass diese nicht übermäßig Histamin ausschütten, eingenommen werden. Dieses schulmedizinische Mittel in der neuen Generation macht nicht mehr so stark müde, ist allerdings trotzdem keine Dauerlösung.

Zur Behandlung eignet sich daher besonders eine Mischung aus verschiedenen homöopathischen Mitteln. Einen Liter Wasser mit jeweils 30 bis 40 Tropfen Solidago H, Lyphdiaral Sl und dem Heuschnupfenmittel von DHU mischen und über den Tag verteilt in kleinen Schlücken trinken. Dies hat eine beruhigende Wirkung. Auch Basenbäder, sowie basische Einläufe, sorgen dafür, dass das ganze Lymphsystem besser fließt. Die Stoffe, die sich gesammelt haben, wie Pollen oder andere Bestandteile, fließen leichter ab und der Körper wird insgesamt ruhiger.

Bei Anwendung der oben genannten Tipps sollte auch für Dich bald eine heuschnupfenfreie Zeit möglich sein.
 

 

Medizinischer Haftungsausschluss
Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! DiePraxisFamily Lld. und die Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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Brot gehört bei vielen Menschen zur täglichen Ernährung dazu. Einige fragen sich mittlerweile, ob Brot wirklich so ungesund ist und ob es gesunde Brotsorten gibt, die leichter verdaulich sind. In diesem Beitrag erfährst Du alles über die schädlichen Bestandteile im Getreide und wie Du diese am besten meidest.

Einige Menschen leiden mittlerweile an verschiedenen Unverträglichkeiten gegenüber den Inhaltsstoffen von Getreide. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Glutenunverträglichkeit. Aber auch Menschen ohne erkannte Unverträglichkeit haben nach dem Verzehr von Brot Probleme mit der Verdauung. Das sind die vier Hauptursachen dafür:

1. Gluten

Gluten ist in der Regel in jedem klassischen Getreide enthalten. Der größte Anteil findet sich im Weizen mit einem bis zu fünfzig prozentigem Anteil. Dieser Anteil ist höher als jemals zuvor, da das Getreide zur leichten Weiterverarbeitung hochgezüchtet wurde. Besonders im Vergleich zu anderen Getreidesorten, die teilweise einen Glutenanteil von nur einem bis zwei Prozent haben, ist der Anteil im Weizen enorm.

In der Regel nehmen die meisten Menschen über den Tag verteilt in jeder Mahlzeit Getreide zu sich. Ob beim Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Sogar Snacks zwischendurch sind häufig getreidehaltig. Auf diese Überbelastung an Gluten reagiert der Körper mit einer entzündeten Darmwand. Er ist zwar in der Lage, Gluten zu verarbeiten, allerdings nur Maßen. Durch die entzündete Darmwand können Antikörperreaktionen gegen das Gluten entstehen. Diese Antikörper schwimmen im ganzen Körper herum und passen zufälligerweise auf bestimmte, andere Körperteile wie Proteine in der Schilddrüse oder Rezeptoren in der Gelenkhaut. Dadurch kann es schlimmstenfalls zu Autoimmunerkrankungen kommen.

Falls Du unter körperlichen Symptomen leidest oder einfach gesünder leben möchtest, solltest Du auf Weizen verzichten und auf gesündere Getreidesorten zurückgreifen. Dazu gehört beispielsweise Dinkel. Ein sechs- bis achtwöchiger Verzicht auf getreidehaltige Lebensmittel kann dem Körper bei der Regeneration helfen. Anschließend können Getreidesorten individuell auf ihre Verträglichkeit ausgetestet werden.

2. ATI (Amylase Trypsin Inhibitors)

ATI bezeichnet Schutzstoffe, die dem Getreide helfen, nicht von Fressschädlingen gefressen zu werden. Diese Schutzstoffe verhindern die Verdauung von Stärke und sorgen dafür, dass ein Insekt das Korn nicht fressen kann. In Deinem Körper verhindern diese Stoffe allerdings auch die Verdauung von Kohlenhydraten. Die Folge: Unverdaute Stärke landet weiter hinten im Darm und nährt dort Strukturen und Mikroorganismen, die gar nicht genährt werden sollten. Dies führt wiederum zu Darmproblemen wie Fehlbesiedlungen im Darm, Blähungen und einigen weiteren Symptomen.

Der ATI-Gehalt in vielen Getreidesorten ist ebenfalls durch die Hochzüchtung enorm angestiegen. Besonders vermeiden solltest Du Weizen. Zu den ATI-armen Getreidesorten gehören Dinkel und Roggen. Besonders verträglich ist gekeimtes Getreide, da durch das Keimen die Schutzstoffe verschwinden. Über den Keimprozess ist es sogar möglich, ein völlig ATI-freies Getreide zu erhalten. Ähnlich ist es beim Sauerteig, den Du sauer vergären lässt.

3. FODMAPS (fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols)

FODMAPS sind Kohlenhydrate und Zuckerverbindungen, die nur schwer vom Dünndarm aufgenommen werden. Bei einem Überfluss im Körper werden falsche Strukturen im Darm genährt und verursachen Symptome wie Bauchweh, Blähungen und einige weitere. Zur Reduzierung von FODMAPS eignet sich besonders das Fermentieren, also das saure Vergären oder Keimen, sehr gut. Der FODMAP-Anteil ist im Roggen am höchsten und im Weizen ebenfalls sehr hoch.

Da Getreide grundsätzlich etwas Wertvolles ist, solltest Du auf FODMAP-arme Getreidesorten zurückgreifen. Besonders eignet sich dazu Dinkel, aber auch Emmer. Das beste und gesündeste Brot erhälst Du natürlich, wenn Du es selber backst. Nutze dazu möglichst eine Mischung aus gekeimtem Dinkel und Dinkelmehl in Bioqualität und lasse diese sauer vergären. Im Internet findest Du dazu einige Rezepte.

4, Vollkornbrot gegenüber Weißmehlbrot

Grundsätzlich ist Vollkorn gesünder, allerdings nur, wenn es vor der Verarbeitung keimen konnte. Alle Mineralien des Getreides befinden sich in der Kornhülle und wandern erst durch den Keimungsprozess ins Innere des Korns. Dann ist das Getreide verdaulich. Andernfalls landen schwer verdauliche Stoffe im Darm und verursachen dort Probleme.

Wie Du siehst, gibt es gute Alternativen und Möglichkeiten, Brot zu genießen. Mache Dir bewusst, dass ungesundes Getreide wie Weizen den Darm belasten und Dein Wohlbefinden enorm beeinträchtigen können. Dennoch kann Brot durchaus gesund und nahrhaft sein, solange das Getreide bewusst ausgewählt und verarbeitet wird.