Hilfe ich kann nichts mehr riechen und schmecken 2
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Du kannst weder riechen noch schmecken? In diesem Beitrag erfährst Du, welche Ursachen es für den temporären oder dauerhaften Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns gibt und was Du dagegen tun kannst.

Geruchs- und Geschmackssinn im Allgemeinen

Die beiden Sinne sind voneinander getrennt, das bedeutet, dass die Einschränkung des Geruchssinns nicht zwingend den Geschmackssinn und umgekehrt beeinträchtigen müssen.

Gerüche werden durch bestimmte Rezeptoren und Sensoren in der Nase wahrgenommen. Diese werden auch als Geruchssensoren bezeichnet. Geschmäcker hingegen werden primär über die Geschmacksknospen auf der Zunge erzeugt.
Die Wahrnehmung von Geruch und Geschmack erfolgen über bestimmte Nerven im Gehirn. Insgesamt gibt es zwölf Hirnnerven, von denen vier für das Riechen und Schmecken verantwortlich sind. Vor allem der erste Hirnnerv “nervus olfactorius” spielt dabei eine entscheidende Rolle für die Wahrnehmung von Gerüchen. Zur Wahrnehmung von Geschmack ist der siebte Gehirnnerv “nervus facialis” auch Gesichtsnerv genannt, verantwortlich. Zudem spielen der neunte Gehirnnerv “nervus glossopharyngeus”, welcher für das Schlucken verantwortlich ist, sowie der zehnte Gehirnnerv “nervus vagus” eine Rolle.

Ursachen für den Verlust von Geruchs- und/oder Geschmackssinn

Solltest Du unter einem Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns leiden, können die folgenden Ursachen zugrunde liegen:

1. Problematik mit den Rezeptoren, welche die Geruchs- oder Geschmacksstoffe aufnehmen.

2. Störung der Kommunikation zwischen Rezeptoren und Nerven – die Rezeptoren nehmen die Stoffe zwar auf, können diese jedoch nicht an die Nerven weiterleiten.

3. Störung der Nerven selber, welche die Informationen ans Gehirn transportieren sollen.

4. Die Informationen können im Gehirn nicht verarbeitet werden.

Dafür gibt es verschiedene Gründe:

1. akute oder chronische Infektion
Eine Infektion, meist mit Viren oder Pilzen, löst häufig eine verstopfte Nase aus. Hier entsteht ein rein mechanisches Problem – es gelangt kaum noch Luft durch die Nase, sodass Gerüche folglich nicht aufgenommen werden können. Ist der Rachen belegt und wird viel gehustet, ist auch der Geschmackssinn beeinträchtigt. Hier gilt es die Infektion zu bekämpfen, dann sollten die Sinne bald zurückkehren.

2. Verletzung der Nerven und Rezeptoren
Wenn die Riechnerven oder die Zunge verletzt wurden, beispielsweise durch das Einatmen heißer Dämpfe bei einem Hausbrand, kann es ebenfalls zum Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn kommen.

3. Vergiftungen mit Toxinen oder Chemikalien
Wer häufig in Kontakt mit Toxinen oder Chemikalien kommt, kann die Rezeptoren nachhaltig schädigen. Dies betrifft in der Regel Maler, Friseure und andere Personen, die in der Industrie mit Chemikalien arbeiten.

4. Umweltgifte
Auch Leicht- und Schwermetalle, allen voran das Cadmium, sind bekannt dafür, den Geruchssinn zu beeinträchtigen. Cadmium befindet sich vor allem in den Abgasen unserer Autos. Wer viel mit Autos zu tun hat oder im Straßenbau tätig ist, könnte von einer solchen Vergiftung betroffen sein. Haben die Rezeptoren erst einmal Schaden genommen, sind die Sinne meist dauerhaft beeinträchtigt. Trotzdem ist eine Entgiftung in solchen Fällen für den Körper immer wertvoll.

5. Mängel
Auch verschiedene Nährstoffmängel im Körper können den Transport der aufgenommenen Informationen an das Gehirn beeinträchtigen. Eine entscheidende Rolle spielt vor allem Zink. Bei einer bestehenden Virusinfektion ist es daher ratsam, Zink als Nahrungsergänzung aufzunehmen. Dieses kann über einen kurzen Anwendungszeitraum auch hochdosiert eingenommen werden. Die empfohlene Menge liegt bei dreimal täglich 30 Milligramm. Am besten geeignet ist Zink in Form von Histidin, dicht gefolgt von Zinkorotat. Eine bestmögliche Aufnahme wird erreicht, wenn beide Formen parallel eingenommen werden. Generell kann Zink zur Unterstützung des Immunsystems einmal täglich eingenommen werden.

6. Gifte und Toxine von Viren und Pilzen
Bei einer Belastung mit Giften hilft Alpha-Liponsäure, welche zusätzlich zur Zinkeinnahme eingenommen werden kann. Die empfohlene Menge liegt hier bei dreimal täglich einer Kapsel. Die Säure hilft, Toxine aus dem Körper zu schwemmen und somit zu entgiften.

7. Chronische Erkrankungen
Beispielsweise besteht bei einer bestehenden Diabeteserkrankung die Möglichkeit, dass die Nerven nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, weil die Blutgefäße zu beschädigt sind. Liegt eine Grunderkrankung vor, gilt es, diese frühzeitig und so gut wie möglich zu behandeln.

8. Schädigung des Gehirns
Schwerwiegende Fälle des Geruchs- oder Geschmacksverlustes können vorliegen, wenn das Gehirn beschädigt wurde. Dies kann entweder akut durch einen Unfall wie einen Sturz oder Schlag auf den Kopf auftreten, wodurch die Nervenkommunikation höchstwahrscheinlich nur für kurze Zeit eingeschränkt ist und zurückkehrt. Es ist jedoch möglich, dass es aufgrund einer neurologischen, schwereren Störung wie zum Beispiel durch eine Krankheit wie Multipler Sklerose oder Parkinson zu einer dauerhaften Einschränkung der Sinne kommt.

Sollte bei Dir ein erhöhtes Risiko bestehen, an Alzheimer zu erkranken, gibt es einen simplen Test: Rieche an Erdnussbutter. Wenn Du nichts riechst, ist dies ein starker Hinweis darauf, dass das Frontalhirn bereits beginnt abzubauen. Wenn Du direkt Maßnahmen ergreifst, hast du die Chance, die Krankheit zu behandeln und das Fortschreiten deutlich zu verlangsamen.

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