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Xylit - Ein genialer Zucker
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Xylit, auch Xylitol oder Birkenzucker genannt, ist ein Austauschzucker. Dieser bietet einige gesundheitliche Vorteile gegenüber herkömmlichem Zucker. Welche Vorzüge, aber auch Probleme und Gefahren dieser Zucker mit sich bringt und wie Du ihn optimal einsetzt, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was ist Xylit?

Xylit ist ein Zuckerstoff, welcher in der Natur vorkommt. Damit wir diesen Stoff verzehren können, muss er zunächst aus Natursubstanzen wie zum Beispiel Birkenbäumen oder Mais gewonnen werden. In einem industriellen Prozess wird das Xylitol so aus den natürlichen Pflanzen raus exzerpiert, dass wir es nutzen können. 
Zudem stellt der Mensch zwischen fünf und fünfzehn Gramm Xylit täglich selber her. Das bedeutet, dass Xylit kein toxischer Stoff und generell ungefährlich für die Gesundheit des Menschen ist.

Was macht Xylit besonders?

Xylit benötigt und beeinträchtigt den Insulinhaushalt nicht. Der Zucker eignet sich sehr gut für Diabetiker oder Menschen, die Probleme mit herkömmlichem Zucker haben. Außerdem hat der Zuckeraustauschstoff rund vierzig Prozent weniger Kalorien. 

Weniger ist mehr

Der menschliche Darm verträgt nur eine gewisse Menge Xylit, etwa 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Beim Verzehr von größeren Mengen kann es zu Durchfall kommen. Die verträgliche Menge ist dabei individuell, einige Menschen vertragen den Zucker besser als andere. Der Körper kann sich zudem an den Stoff gewöhnen, sodass nach und nach größere Mengen vertragen werden, wenn der Darm sich daran gewöhnt hat.

Vorsicht ist beispielsweise bei Gebäck geboten. Backt man einen Kuchen mit 200 Gramm Xylit, enthält jedes Stück etwa 17 Gramm. Dies kann beim Verzehr bereits zu Durchfall führen, besonders bei Kindern ist daher Acht auf die Menge zu geben. Gegebenenfalls kann stattdessen auf andere Zuckeraustauschstoffe ausgewichen werden. 

Xylit im Umgang mit Tieren

Im Gegensatz zu uns Menschen vertragen einige Tierarten Xylit nicht, für sie kann der Stoff sogar lebensbedrohlich werden. Bei Hunden und Kaninchen als Beispiel greift Xylit in den Insulinhaushalt ein, sodass es zu einer Hypoglykämie kommen kann. Wenn Dein Hund also gerne mal vom Tisch nascht, solltest Du entweder auf Xylit verzichten oder Acht darauf geben, dass niemals Nahrungsmittel mit Xylit oder Xylit selbst in die Nähe deines Tieres kommen. Für Katzen hingegen ist Xylit, genau wie für uns Menschen, erwiesenermaßen gesund. Wenn Du unsicher bist, welche Auswirkungen der Zucker auf dein Tier haben kann, frag am besten beim Tierarzt Deines Vertrauens nach.

Xylit für die Gesundheit

Besonders in der Zahnmedizin hat Xylit einen sehr guten Ruf. Es ist sehr gut für die Zähne und wird vor allem im Rahmen der Zahnprophylaxe eingesetzt. 

Xylit ist ein Stoff, der von Bakterien aufgenommen wird. Bestimmte Bakterienarten vertragen diesen nicht gut, deren Stoffwechsel wird gestört und sie sterben letztendlich ab. Bestimmte pathogene Keime, welche für die Kariesentwicklung verantwortlich sind, werden durch Xylit minimiert. Diese pathogenen Kariesbakterien kommen von Natur aus in der Mundflora des Menschen vor, allerdings dürfen sie sich nicht zu sehr vermehren. Xylit dämmt diesen Vorgang ein, sodass die Zahngesundheit nachhaltig verbessert wird. Normaler Zucker kann diese Bakterien vermehren. Wenn die Bakterien vermehrt Zucker verstoffwechseln, entstehen Säuren, welche den Zahnschmelz auflösen. Die Folge: Karies. Bei der Anwendung von Xylit kann bei leichtem Karies ein Rückgang beobachtet werden. Außerdem kann sich neuer Zahnschmelz bilden. Gleichzeitig verringert sich der durch Bakterien verursachte pathogene Biofilm auf den Zähnen. Die Gefahr für Zahnstein oder andere Zahnprobleme ist dadurch deutlich geringer.

Doch neben der Zahnmedizin gibt es Hinweise, dass sich durch die Anwendung von Xylit auch die Knochendichte im gesamten Körper verbessert. Als Geheimtipp gilt die Anwendung von Xylit bei anderen bakteriellen Infektionen wie Streptokokken, Mittelohrentzündungen und Pneumokokken. Bei Viren hingegen zeigt Xylit keine Wirkung.

Die Anwendung von Xylit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Xylit zu sich zu nehmen. Zum einen kann Xylit zum Kochen und Backen anstelle von herkömmlichem Zucker genutzt werden. Außerdem eignen sich sowohl Xylitkaugummis, Xylitzahnpasta als auch Xylitbonbons für die tägliche Mundpflege. 

Beispielsweise kann nach dem Zähneputzen entweder ein Xylitbonbon oder eine kleine Menge Xylit verzehrt werden, um der Entstehung von Karies entgegenzuwirken. Beim Kauf solcher Bonbons ist darauf zu achten, dass diese keine oder wenig Zusatzstoffe enthalten. Die Bonbons kannst Du natürlich auch ganz einfach selber machen (eine Anleitung dazu erhältst Du auf unserem Instagram Kanal).

Außerdem kannst Du Dir bei chronischen Beschwerden der Nasennebenhöhlen ein Nasenspray aus Xylit herstellen. Dazu eine leere Nasensprayflasche mit Wasser und etwas Xylit füllen und das Spray zwei bis dreimal am Tag in die Nase sprühen. Wenn die Bakterien den Zucker verstoffwechseln sterben sie und die Entzündung kann sich verbessern oder gar ausheilen. 

Xylit ist in vielerlei Hinsichten gesund. Kleine Änderungen im Alltag, wie das Xylit Ritual nach dem Zähneputzen, können Dir leicht und kostengünstig zu einer besseren Gesundheit verhelfen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Medizinischer Haftungsausschluss
Die hier angebotenen Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! DiePraxisFamily Lld. und die Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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Obwohl wir alle schon von Kindheit an beim Zahnarzt, im Kindergarten und in der Schule gelernt haben, wie man angeblich richtig Zähne putzt, sind die Wartezimmer beim Zahnarzt voll. Die meisten Menschen haben Probleme mit Karies, Zahnfleischentzündungen und anderen Leiden. Warum eigentlich, wenn wir doch alle so aufgeklärt sind und so viele komplizierte Produkte zur Zahnpflege verwenden?

Ganz einfach: Es geht noch besser. Denn was wir alle gelernt haben, ist zwar schon gut. Aber es ist nicht alles. Auf der Basis eines ziemlich guten Buches eines Zahnarztes namens Ralf Petersen bin ich ins Nachdenken gekommen.

 

Zähne haben nur zwei Feinde

Nur Karies und Parodontitis greifen Zähne an. Beides sind bakterielle Infektionen. Wenn Du Deine Zähne gesund halten willst, musst Du also nur diese beiden Bakterien aus Deinem Mund heraushalten, vereinfacht ausgedrückt.

Aber was ist mit Zahnstein? Zahnstein ist keine Krankheit. Zahnstein als solcher ist erst einmal harmlos. Interessant ist, wann Zahnstein entsteht: Er bildet sich, wenn die Salze, die im Speichel enthalten sind, auf Bakterien stoßen. Die Salze lassen die Bakterien kristallisieren. Im Umkehrschluss heißt das: Keine Bakterien, kein Zahnstein.

 

Zähne sind selbstreinigend

Zahnstein bildet sich meist da, wo man mit der Zahnbürste nicht so richtig hinkommt. Das ist in den Zahnzwischenräumen und da, wo das Zahnfleisch in die Zähne übergeht. Auch die Fissuren, die tiefen Rillen in den Kauflächen der Backenzähne, sind häufiger betroffen. Auf “freier Fläche”, also mitten auf dem Zahn, gibt es normalerweise weder Zahnstein noch Kariesinfektionen. Das liegt daran, dass unsere natürlichen Mundbewegungen die Zähne sowieso die ganze Zeit reinigen. Der Speichel umfließt die Zähne permanent, Wangen und Lippen gleiten beim Sprechen und bei unwillkürlichen Bewegungen an den Zahnflächen entlang.

Die Fissuren und die Zahnzwischenräume werden von der Zahnbürste auch nicht erreicht. Bei den Fissuren liegt es daran, dass sie zu klein sind. Die Rillen sind so fein, dass die groben Borsten der Zahnbürste darüber hinweg gleiten. Die Zahnzwischenräume sind ähnlich schmal, auch hier gleiten die meisten Zahnbürsten einfach darüber hinweg. Deshalb mahnt der Zahnarzt immer, dass man Zahnseide verwenden sollte. Interdentalbürsten werden ebenfalls oft empfohlen. Diese Bürsten sind fein genug, um zumindest in die etwas weiteren Zahnzwischenräume zu gleiten und dort Rückstände soweit zu entfernen, dass der Speichel den Rest erledigen kann.

 

Zahnzwischenräume sind extrem anfällig

Karies und Parodontitis entstehen zu 95 % in den Zahnzwischenräumen. Beides entsteht hier. Mit der richtigen Zahnbürste kommst Du aber auch in die Zahnzwischenräume. Das Geheimnis ist die Solo-Prophylaxe. Das ist die Methode von Ralf Petersen. Wenn die Zähne sich rau anfühlen, müssen sie gereinigt werden – das ist also ganz einfach. Alles, was sich rau anfühlt, wird gereinigt. Und zwar nicht nur mit einer guten Zahnbürste, sondern auch mit den sogenannten Solo-Sticks. Die Sticks kommen überall da hin, wo Zahnbürste und Zahnseide nicht hinkommen. Die Anwendung ist allerdings nicht ganz einfach. Such Dir einen Zahnarzt in Deiner Nähe, der die Solo-Prophylaxe beherrscht, und lass Dich da einweisen. Du bekommst dort auch die speziellen Bürsten zu kaufen, die nicht teuer sind. Zahnpasta benötigst Du nicht, denn rein mechanisches Bürsten reicht nach der Methode von Ralf Petersen aus. Interessant, nicht?

 

Fissuren sollten geschützt werden

Fissuren lassen sich durch ihre feine Beschaffenheit schlicht nicht gut reinigen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, lässt sich die Fissuren mit Umweltmaterialien versiegeln. Das sind harte, verträgliche Materialien, die auf die Kauflächen der gereinigten Backenzähne aufgetragen werden und dort aushärten dürfen. Sie legen sich in die Fissuren und verschließen sie, so dass sich da keine Bakterien in Essensresten ansiedeln können. Wer sich dafür interessiert, sollte sich einen Zahnarzt suchen, der mit hochwertigen, gut verträglichen und vor allem auch umweltverträglichen Materialien arbeitet.

 

 

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